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Gandalf Lipinsiki Sommerland
28.04.2017, 09:55

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Sommerland

Gandalf Lipinski stellt hier die ersten zwei Kapitel der umfangreichen "Geschichte von Sommerland" vor, die dessen Entstehung und seine Grundgedanken schildern. Um das Bild abzurunden folgen noch ein paar Textauszüge zur Lebensweise vor Ort und zu den Jahreskreisfesten.

1. Die Geschichte von Sommerland

Dies ist die Geschichte von Sommerland. Jetzt, da ich beginne sie aufzuschreiben, sitze ich auf der Veranda unseres kleinen Holzhauses und lausche dem Wasserfall, der dem Auge verborgen hinter Himbeeren und lichtem Birkenwald sein leises Lied singt. Er singt von der Dauer und vom Wandel aller Dinge. Heute ist sein Lied etwas lauter, es hat geregnet und die Abendsonne bringt die letzten Tropfen an Gräsern und Bäumen zum funkeln.

Ich schreibe diese Geschichte nicht allein auf, auch wenn meine Hand es tut. Der Wasserfall, der Wald, die Lichtung, auf der unsere Häuser stehen, die Abendsonne, ja das ganze Tal, in dem wir nun leben, sie schreiben mit. Neugierig was ich denn da treibe, eifrig wie Kinder teils, dann wieder bedächtig nickend, umstehen sie mich, spornen mich an, verändern mein Werk und gestalten es mit. Der alte Eichenmann hält etwas Abstand, nur hin und wieder regt er sachte eine Blätterhand in milden Sommerabendwind, als wolle er sagen : "Ja mach mal, es wird schon werden, ich weiß ja worum es geht."

Ein leichter Zwiebelgeruch, Klappern und Plappern in der Küche hinter mir, die Sonne am Horizont und mein Magen, alles deutet darauf hin, das ich nun bald zum Abendessen gerufen werde. Aber wenigstens das Vorwort will ich noch schreiben, damit ihr wißt, worum es geht und nicht denkt, es ginge mir allein darum, die Bäume und Bäche um mich mit Worten und Sprache zu versehen. Nein, nein, Sommerland ist schon ein Menschenort und es waren Menschenherzen, Hirne, Hände die ihn schufen. Aber wir taten das alles von Anfang an eben nicht allein, sondern in stetem Austausch mit den Lebewesen, die schon vor uns hier wohnten. Eine Hummel brummt mir gerade jetzt etwas zu selbstgefällig am Stift vorbei, aber ich will mich nun zur Ordnung rufen und so von Sommerland erzählen, daß ihr, die ihr in den Städten lebt, mich verstehen könnt.

Sommerland ist unser Dorf hier in den Bergen im Norden, ein sehr kleines zwar, aber hier gibt es alles, was wir zum Leben brauchen. Und der nächste Ort ist immerhin schon in 20 km erreichbar. Wir leben umgeben von Wald und Bächen in einem kleinen Bergtal, und wenn man dem Mühlbach folgt, erreicht man schon bald das Meer. Es ist eine geschützte Bucht, und Wasser und Land werden vom Golfstrom gewärmt. Ja, jetzt im August steht ein Schälchen neben mir mit frischen Erdbeeren und Kirschen aus unserem Garten. Attach:GandalfLipinsikiSommerland_Bach.jpg Δ

Heute abend liegt alles besonders friedlich da. Mit dem weißen Rauch aus den Hütten steigt auch in mir die Erinnerung empor an den alten Mythos vom Sommerland, dem Traumland, wo zufriedene Menschen in Frieden und Gerechtigkeit miteinander leben, wo kein Mangel herrscht und der Wohlstand der Gemeinschaft auf einem sehr achtsamen Umgang, ja sogar Freundschaft mit den anderen Lebewesen des Platzes beruht. Und weil es dieses Bild vom Friedensreich, von immer wiederkehrender Frische und Schönheit, vom ewigen Sommer tief in unserer Erinnerung gibt, haben wir auch unser Dorf Sommerland genannt, obwohl wir ja erst vor ein paar Jahren begonnen haben, hier zu siedeln.

Nicht daß ihr nun denkt, es sei immer so ruhig und harmonisch hier wie am heutigen Abend. Nein, es liegen Jahre der Arbeit, der Auseinandersetzung, von Konflikten, Irrwegen, Krisen und Verzweiflung hinter uns. Wir sind auch noch nicht fertig mit dem Aufbau unseres Dorfes. Es ist nicht einfach ein schöner Traum, der uns nun in den Schoß gefallen wäre, nein, wir sind einen langen Weg gegangen.

Einige von uns sind umgekehrt, weil sie den Glauben an das Ziel verloren haben, anderen gefiel es unterwegs so, daß sie woanders bleiben wollten. Ich kann mich noch an alle erinnern, die kamen und gingen, die ihrer Sehnsucht folgten oder die verlorengingen. Unser Weg konnte nicht ein Weg für alle sein, das wußten wir von Anfang an. Viele wollten gar nicht nach Sommerland, sie hatten andere Ziele, und es war oft ein schmerzhaftes Ringen, bis wir voneinander wußten, wohin die einzelnen tatsächlich wollten. Dreimal haben wir die Gruppe ganz auflösen und neu anfangen müssen. Einige haben diesen Prozess nicht verkraftet, aber andere haben wieder zusammengefunden und berichten von anderen, auf anderen Wegen zu anderen Orten.

Heute wissen wir, daß Sommerland nicht allein existiert, es gibt immer mehr Orte dieser Art, so verschieden sie auch sein mögen, aber die Zahl derer, die wieder auf den Pfaden der Erde wandeln, wächst beständig.

Attach:GandalfLipinsikiSommerland_Sommerwald.jpg Δ Ich weiß nicht, ob ich selbst den Weg nach Sommerland gefunden hätte, wenn ich vorher gewußt oder geahnt hätte, durch wieviel Arbeit, Schmerz und Irrungen er mich führen würde. Aber ich habe ihn nicht vorher gekannt, ich bin ihn gegangen,bis zu diesem stillen Sommerabend hier auf meiner Veranda beim braunen Bier und mit meinem Notizbuch.

Und so kommt es, daß ich euch erzählen kann von Sommerland. Sommerland war lange ein Bild in mir, für das ich keinen Namen hatte. Aber die Leuchtkraft dieses Bildes hat mich nie verlassen, in keiner Dunkelheit. Und so leben wir nun tatsächlich hier. Und ich kann sie euch erzählen, die ganze Geschichte, von unserem Weg, wie wir zusammenkamen und wie wir den Platz gefunden und uns eingerichtet haben, denn ich war dabei, von Anfang an.

2. Sechs Ebenen einer etwas komplexeren Motivation

Was haben wir eigentlich gesucht auf diesem Weg, wohin sollte es denn genau gehen? Für was in unserem Leben steht der Name Sommerland?

2.1. Die Idylle
Da möchte ich zuerst mal mit einem ganz persönlichen Wunschbild anfangen, das mir Triebfeder war, und von keinem Realitätssinn, keiner Therapie oder esoterischen Lehre (es doch lediglich als Symbol für einen innerpsychisch zu leistenden Integrationsprozess anzusehen) genommen werden konnte. Nein, in einer Mischung aus jugendlichem Eifer und pedantischem Starrsinn hatte ich es darauf abgesehen, das Bild doch tatsächlich und in der Außenwelt, also materiell, zu verwirklichen.

Es ist ganz einfach: Ich lebe zusammen mit meiner Frau, Freunden und Kindern in Holzhäusern am Waldrand. Wir leben einfach und naturverbunden, mit wenig materiellem Aufwand, viel Lust und Wärme miteinander, mit dem ganzen Ort um uns herum. Und wir gestatten uns dennoch, geistig die ganze Welt zu umfassen. Dieses persönliche Bild tauchte dann, vielleicht in abgewandelten Details aber doch sehr ähnlich bei immer mehr Menschen auf, denen ich begegnete. Und damit beginnt nun unsere gemeinsame Geschichte. Warum in kleinen Gruppen weg aus der Stadt und wieder in der Natur leben?

2.2. Der Überlebensort
Neben der Idylle war Sommerland auch von Anfang an ein Überlebensort. Den meisten von uns war die Erkenntnis gemeinsam, daß das Leben wie wir es als Kinder noch gekannt hatten in dieser Form in dieser Gesellschaft in dieser Zeit so nicht weiter gehen würde. Patriarchat, Kapitalismus, Umweltzerstörung und die immer tiefer gehenden sozialen und seelischen Entkoppelungen unserer Zivilisation hatten eine Endzeit geschaffen, die mit Konsumterror, Endfremdung von allem und jedem, zunehmender Gewalt, Verrohung und Verblödung, sowie wachsender Perspektivlosigkeit ihr Haupt erhob, um die hohl gewordenen Bilder von Frieden und Ordnung unserer bürgerlichen oder kleinbürgerlichen Vorfahren unwiderruflich zu verschlingen.

Egal ob man die Vorstellung "die Polizei beschützt das Eigentum rechtschaffender Leute" als zu bekämpfenden Mief oder als heimlichen Wunsch gesehen hatte, diese Zeit ging zu Ende. Der Zusammenbruch der uns bekannten individuellen und sozialen Sicherheitsysteme war absehbar geworden. So sahen einige eine Art Apokalypse auf uns zukommen, die zu überleben man nun ganz konkrete Vorsorge treffen müsse. Andere sahen die kommenden Veränderungen eher als globalen Reinigungsprozess, mit dem ein neues goldenes Zeitalter eingeleitet werde. Und eine dritte Gruppe wiederum behauptet einfach, es werde sich gar nichts so grundlegend ändern, gewisse Verwerfungen habe es immer schon gegeben und früher noch viel schlimmere.

Die letzteren wären wohl kaum motiviert gewesen, einen Überlebensort aufzubauen, wenn sie nicht eine Art spielerisches Vergnügen an Katastrophenprophylaxe und Vorratswirtschaft und ein eher ästhetisches Verhältnis zur Nachhaltigkeit entwickelt hätten .

Unsere Stärke als Gruppe bestand in diesem Punkt darin, keine der drei Positionen zu diskriminieren, sondern die verschiedenen kreativen Kräfte der drei verschiedenen Motive zu einem gleichermaßen effektiven und unverbissenen Konzept zu vereinen, welches bei aller Vorsorge auch die Lebensqualität im Hier und Jetzt im Auge behielt. Konkret hieß das, der Ort mußte groß genug sein, um einer Gruppe von 30 bis 120 Menschen (so verschieden waren am Anfang unsere Vorstellungen von Mindest-, und Höchstzahl einer funktionsfähigen Gemeinschaft) das Zusammenleben zu ermöglichen.

Er sollte dennoch bezahlbar sein, sodaß wir auch mit einer kleinen Gruppe von 6 bis 10 Menschen anfangen und das Ganze erst später ausbauen könnten. Er mußte in den Bergen liegen, mildes Klima haben, eigenes Wasser, Wald und Wildnis, Garten und Nutzland haben, sodaß wir einen Großteil unserer Lebensmittel dort notfalls selbständig produzieren könnten. Wir suchten also 5 bis 20 ha Land, möglichst abgelegen, erhöht und im Einzugsgebiet des Golfstroms. Nun waren wir nicht die einzigen und die ersten, denen solch ein Ort vorschwebte. Und einige von uns hatten auch schon Erfahrungen mit anderen Gemeinschaftsprojekten gemacht, und immer gab es dabei einen heißen Punkt, der ungelöst blieb.

2.3. Eros und Heimat
Bei uns kamen also Menschen zusammen, die vom Gedanken beseelt waren, ihre Wünsche nach Heimat und nach Eros nicht mehr gegeneinander zu richten, sondern miteinander zu verbinden. Wir hatten keine klaren Vorstellungen, wie das zu bewältigen sei, aber eine Menge nützlicher Vorerfahrungen. Das bedeutete zunächstmal für die Gemeinschaft: ein Höchstmaß an Toleranz gegenüber den verschiedensten Bedürfnissen, sich sexuell zu begegnen. Und Toleranz meint hier nicht eine theoretische Akzeptanz aller möglichen Formen, sondern eine ganz praktische und tief empfundene Bereitschaft, nicht nur die eigenen Wünsche sondern auch die Bedingungen der anderen absolut zu respektieren. Das war keineswegs selbstverständlich und forderte eine Menge täglicher Bewußtseinsarbeit.

Ich selbst hatte in einem Vorgängerprojekt sehr auf die Einführung der mutterrechtlichen Gruppenehe gesetzt, da ich das Monogamiedogma von Ehe und Kleinfamilie aufheben wollte. Andere hatten aus ähnlichen Gründen auf die freie Liebe gesetzt. Gemeinsam war uns nach all diesen Erfahrungen die tief empfundene Ablehnung jeder Art von erotischer Monokultur, die Anderslebende ausgrenzt, sozial vernichtet und ihrer menschlichen Heimat beraubt. Das geschieht im Namen der Ehe genauso wie unter dem Banner der freien Liebe oder unter anderen Dogmen. Attach:GandalfLipinsikiSommerland_Sommer.jpg Δ Wir waren uns einig, daß gerade der intime Bereich, wie Frauen und Männer miteinander umgehen, für das Scheitern oder den Erfolg einer Gemeinschaft von entscheidender Bedeutung war. Und wir hatten kein Rezept dafür, eher mehr Fragen als Antworten. Aber wir waren wach genug für das Thema und unsere Stärke als Gruppe bestand darin, einander in diesen Bereichen sehr genau zuzuhören und uns gegenseitig gleichermaßen zu fördern wie auch zu akzeptieren.

Wir konnten und wollten nicht zu einem Einpunkteprojekt werden und unsere ganze Aufmerksamkeit unseren sexuellen Mustern und erotischen Umgangsformen widmen, wiewohl wir diese Ebene stets wachhielten. Wir wollten uns nicht in ein soziales Experiment begeben, das nur auf dieser Ebene kreiselte.Wir wollten eine Siedlung aufbauen, die auch praktisch und auf anderen Ebenen, die auch ökonomisch und ökologisch funktioniert. Unter Lebensqualität verstanden wir ein ganzheitliches Gemeinschaftsgeflecht unter allen Aspekten: körperlich, emotional, mental, sexuell und spirituell.

2.4. Heimat und der Platz
Und damit haben wir die 4. Ebene gemeinsamer Motivation erreicht. Sommerland sollte kein soziales Experiment im abgehobenen menschlichen Raum sein, sondern eine Gemeinschaft aller Lebewesen eines Ortes. Wir leben zwar als Frauen und Männer zusammen, aber auch mit Kindern, mit Tieren, Pflanzen, ja mit dem Land selbst. Nicht nur der einzelne Baum, auch der Wald oder ein Fluß, ein Berg oder eine Lichtung, die Abendsonne, die Hummel oder ein Fels gestalten den Ort mit, an dem wir leben. Die meisten von ihnen waren schon vor uns da, andere kamen mit oder nach uns auf den Platz.

Aber wir alle zusammen, menschliche und nicht-menschliche Bewohner dieses Platzes prägen die Luft und das Wasser, die Stimmung und den Geist dieses Ortes. Dieser Ort ist Sommerland, nicht unsere Menschengruppe allein. Als die ersten von uns ankamen, hatten wir natürlich jeder sofort Vorstellungen von der Gestaltung des Platzes im Kopf. Und natürlich gab es auch gemeinsame ökologische Vorstellungen und Konzepte. Aber eines unserer Konzepte war eben auch, mit den anderen Lebewesen und Kräften des Platzes, ja mit dem Platz selber zu kooperieren.

Wir stürzten uns also nicht gleich in Aktivitäten, sondern versuchten erstmal, den Platz wahrzunehmen. Wir ließen uns Zeit, um von den Lebewesen und dem Platz soviel wie möglich zu erfahren. Anfangs benutzten wir dazu Techniken aus dem theatralen, schamanischen und tiefenökologischen Kontext, um uns für diese Art der Komunikation zu öffnen. Heute ist es für viele von uns ganz selbstverständlich, mit Bäumen oder Tieren zu "sprechen".

Es entstand eine Art Dialog zwischen der Menschengruppe und den anderen Bewohnern des Platzes. Und heute sind wir zu einer Gemeinschaft geworden. Schon wieder fliegt die Hummel um den Stift, dabei ist es eigentlich schon zu dunkel für sie. Ich zünde eine Kerze an, trinke einen Schluck Bier und halte inne, um den nächsten Satz in mir tiefer entstehen zu lassen. Ja, erst jetzt, in dieser Gemeinschaft, die das ganze Biotop umfaßt, ist Heimat für mich wieder eine dreidimensionale leuchtende Realität geworden, vorher war es nur ein Wort für das Gefühl fehlender Verbindungen. Wir haben begonnen, die Erde wieder zu bewohnen.

2.5. Das tiefenökologische Netz
Auf der nächsten Ebene begriffen wir die ökologische und politische Dimension unseres "Wohnens" auf der Erde. Natürlich ging es uns beim Aufbau von Sommerland um die Erfüllung ganz persönlicher Lebenswünsche und doch, oder gerade dadurch, traten wir ein in eine tiefere Verbindung mit der Ökologie unseres Platzes, als dies vorher ohne den Platz und nur über menschliche Vorstellungen zur Ökologie möglich war. Es ging nicht mehr darum, moralische Werte aufzubauen oder andere Normen ökologisch ausgewogener Konzepte zu erfüllen.

Dadurch, daß wir unsere Gemeinschaft nicht nur weiter als auf die Menschengruppe bezogen definierten, sondern auch praktisch mit den anderen Lebewesen und Kräften dieses Ortes lebten, veränderten wir uns und den Platz. Man könnte es eine Vergrößerung des Selbst oder ein erweitertes Wir-Gefühl nennen, welches dabei entsteht. Der Geist unseres Platzes ist ein Ganzes geworden. Ähnlich wie ich einzelne Körperteile als zu mir gehörig empfinde so wird es auch immer mehr den verschiedenen Ebenen dieses Platzes gegenüber.

Wenn diese Erfahrungen mehr Menschen zugänglich wären, bräuchte es keinen moralischen Imperativ mehr um ökologisches Bewußtsein aufzubauen. Tiefe Ökologie ist keine Wissenschaft mehr, die mittels systhemischen Denkens die Umwelt zu verstehen versucht, sondern ist einfach Leben mit der Natur. Und wo eine Menschengruppe achtsam einen Platz wiederbewohnt, da entsteht Liebe zu diesem Platz, die seine entseelte Vernutzung schon aus eigenstem Inneren heraus nicht zulassen kann.

Attach:GandalfLipinsikiSommerland_Blumen.jpg Δ Ein tiefes Unbehagen entsteht gegenüber einer Kultur, die die Lebendigkeit der uns umgebenen Welt leugnet. Ähnliches mochten vielleicht die Indianer empfunden haben, als sie den Umgang der Weißen mit ihrem Land erlebten. Wir haben mit unserem Dorf eine tiefenökologische Modellsiedlung geschaffen, die nicht nur uns und diesem Platz zugute kommt, sondern wir haben damit auch ein politisches Signal gesetzt, welches zeigt, daß ein sinnlich und sinnvoll gelebtes Leben in einer Gemeinschaft von Menschen und Natur mehr Menschlichkeit, Lebendigkeit und Attraktivität ausmacht, als die Verfolgung virtueller Größen, wie zum Beispiel der Zinssteigerung.

Durch den Modellcharakter von Sommerland ist uns auch die politische Dimension klargeworden, in die wir uns begeben, wenn wir beginnen einen Platz zu bewohnen, statt aussterbende Megasysteme zu reparieren. Noch sind wir global gesehen damit eine Minderheit. Aber wir sind auch Teil eines wachsenden Netzwerkes geworden. Immer mehr Orte der Erde werden von immer komplexer denkenden und empfindenden Menschen bewohnt. Die Teilnahme an diesem weltweiten Prozess der Wiederbewohnung der Erde erfüllt uns genauso mit Stolz und Befriedigung wie die Verwirklichung unserer privaten Wünsche.

2.6. Konvergenz
Somit kommen wir zur 6. Ebene unserer komplexen Motive für den Weg nach Sommerland,der geistig- spirituellen Ebene: für einige von uns war ja schon bei der Benennung der tiefenökologischen Dimension von Sommerland die Grenze des eigenen Denkens erreicht. Sich wohlfühlen auf einem schönen Fleck Natur, O.K., aber darin eine Wiederverbindung der Erde zu sehen? Wir konnten sie nicht mit Worten überzeugen. Der Platz tat es. Sie erfuhren es, auch wenn sie darin zunächst einen Rückfall in atavistische Bewußtseinsstufen befürchteten. Sie glaubten schließlich ihrem eigenen Erleben.

Andere hielten der tiefenökologischen Ebene esoterische Argumente entgegen. Es könne doch gar nicht um die Wiedereinwohnung auf der Erde gehen, das sei doch viel zu sehr materiell und äußerlich orientiert, schließlich seien wir geistige Wesen, nicht von der Erde sondern von den Sternen.

Selbstverständlich konnten wir auch sie nicht mit Argumenten überzeugen. Ja es ging uns auch nicht darum, ein einheitliches Menschen- oder Weltbild aufzubauen. So erklärten wir denen von den Esoterikern, die mit uns siedeln wollten, O.K., aber selbst wenn wir geistige Wesen und nicht von der Erde sind, dann sind wir doch hier in der Materie und in unseren Körpern zu Gast, oder? Da sie dabei meist freudig nickten, sagten wir ihnen, O.K., wenn wir hier also zu Besuch sind, dann benehmen wir uns als höfliche Menschen doch auch bitte so und behandeln alles zur Gastgeberin gehörende höchst pfleglich. Spätestens an dieser Stelle wurde meist deutlich, daß es zur Wiederversöhnung mit der Natur Wachheit, Liebe und ein bischen gesunden Menschenverstand braucht, aber keine neue zentralistische Weltanschauung, der alle zustimmen müssen.

Der spezielle Weg unserer Gruppe zurück zur Erde, unser Weg nach Sommerland, war gezeichnet von vielen Umwegen. Wir hatten keinen Guru und keine zentrale Ideologie. Aber wir waren offen für die Beobachtung was funktioniert und was funktioniert nicht.So wurden wir langsam zu Spezialisten für Konvergenz. Unter Konvergenz verstanden wir die Zusammenschau verschiedener Wege, die sich mit Heilung und Bewußtseinserweiterung und Vertiefung befassen, Wege zur Ganzheit von Mensch und Erde.

Wir holten uns die Weisheit der verschiedensten Schulen, ohne dabei ein festes Menschen- oder Weltbild für uns alle für verbindlich zu erklären. Mir persönlich sind die Wege näher zur Tiefenökologie, die von der Erfahrungsebene kommen, also magische, rituelle, schamanische und naturreligiöse Wege. Es gibt aber auch Menschen, die über die Kunst, verschiedene Wissenschaften, oder die Tiefenpsychologie, über asiatische Erleuchtungswege und sogar über die Offenbahrungsreligionen zur Tiefenökologie gefunden haben.

Im Sinne von Konvergenz kenne ich eigentlich nur ein Kriterium für die Beurteilung eines Weges: Führt er zu mehr Wachheit und Liebe oder zu mehr Kontrolle und Macht? Die Orte aus denen das wachsende Netzwerk besteht, mögen aus den verschiedensten Richtungen inspiriert worden sein. Und sicher hat jeder Ort und jede Gemeinschaft ihre ganz eigene Aufgabe und Funktion in der irdischen Evolution. Sommerland ist der Ort der Konvergenz, der Ort der Liebe zur Weisheit in den verschiedenen Wegen und der Liebe zur Erde in all ihren materiellen Manifestationen.

Der vom japanischen Schamanismus und Zenbuddhismus gleichermaßen beeinflußte Shintoismus sagt: Das irdische Leben ist eine erstrebte Befriedigung für den göttlichen Geist.



"Denn das Glück ist nur ein Nebenprodukt der Funktion, wie das Licht nur ein Nebenprodukt des elektrischen Stromes ist, der durch die Drähte fließt. Deshalb findet keiner das Glück, der es um seiner selbst willen sucht." (T.H. White in "Das Buch Merlin")





Textauszug - Der Rhythmus vor Ort

"Am Anfang prallten bei uns sehr verschiedene Bedürfnisse aufeinander. Die einen brauchten ganz viel geregelte Zeiten, um sich wohlzufühlen, die anderen soviel Freiraum und Chaos wie möglich. Wir lösten das Problem nach unserer Devise, möglichst wenige, aber möglichst klare Regeln, und diese über lange Zeiträume ausprobieren.

Die erste Vereinbarung lautete, wir richten alle anderen Termine an den acht Festen des Jahresrades aus. Diese dauern bei uns je zwei bis drei Tage, an Jul fünf Tage, wir begehen sie gemeinsam und das vier Jahre lang. Nach der Testzeit haben wir diese Praxis zur Dauerregel erklärt und sie funktioniert bestens. Zum Julfest haben wir kein Gästebetrieb und gehen fünf Tage als Gemeinschaft in Klausur. Dort wird unter anderem die Planung für das nächste Jahr von der Gemeinschaft beschlossen, neue Bewohner und Kandidaten aufgenommen die Koordinator Innen? gewählt und ähnliche wichtige Beschlüsse gefällt. Da im Zentrum dieser Tage das Julritual und andere Festlichkeiten stehen, niemand sonst andere Verpflichtungen hat, ist in dieser besonderen Zeit quasi organisch auch die Jahreshauptversammlung unserer Genossenschaft, der unser Dorf formal-rechtlich gehört.

Ähnlich ist es an Ostara, Lithe und Mabon. Wir kommen zur Frühlings- und Herbst-Tag-und-Nachtgleiche sowie zur Sommersonnenwende für je drei Tage zusammen. Für Rituale, Beschlußfassungen, Festessen und Tanz. Die vier anderen Jahresfeste dazwischen, Brigid, Beltane, Lughnasad und Samhein dauern bei uns nur je zwei Tage und sind mehr den inneren Themen gewidmet. Auch hier gibt es Fest und Ritual, aber weniger Beschlüsse und eher Beratungen im Plenum der Gemeinschaft.

Die klare Orientierung an diesen acht Punkten im Jahr hat die Gemeinschaft zusammengebracht, wie kaum etwas anderes, hat unsere Verbindung zu unserem Platz und den Zyklen der Natur vertieft und einzelnen wie mir, die ständig unter Zeitmangel und Terminchaos litten, einen soliden Grundrhytmus beschert. An den acht Festen geht es um das Jahresrad und um die Gemeinschaft." ...

Textauszug - Der Umgang mit dem Platz

"Der kleine Wasserfall zu meiner Rechten singt heute leiser. Es war lange Zeit recht trocken. Die alte Eiche zu meiner Linken steht still und schweigt schläfrig. Die Himbeeren sind abgeerntet. Mein Sohn und seine Freundin haben das in den letzten Tagen erledigt. Ich sitze mit meinem Morgentee auf der Veranda und schaue auf die Weiden und Obstbäume vor mir.

Die Eberesche und die alten Haselsträucher standen schon dort, bevor wir kamen. Es gab auch ein paar Fichten am Bach, die haben wir gefällt, sie gehörten nicht dorthin, so sagte uns der Bach. Ja, der Platz äußerte seine Wünsche sehr klar. Die vorigen Besitzer des Geländes hatten das Tal gut behandelt, aber um das alte Haus, welches nun unser Gemeinschaftshaus war, hatten sie doch ein wenig die Geister des Platzes verstört, als sie ihrem Geschmack entsprechend die Fichtenhecke pflanzten. Wir haben das wieder geändert, ja bis auf den Bereich, den wir ausdrücklich als Wildnis unverändert ließen, haben wir einiges hier an der Natur geändert. Aber wir sind nie starr nur nach unseren Plänen vorgegangen. Es gab zu allen Eingriffen immer ausführliche Beratungen mit den Lebewesen des Platzes. So konnten wir nicht wie beabsichtigt den Turm auf dem kleinen Hügel am Waldrand bauen, weil der Hügel uns unmißvertändlich klar machte, sein Gipfel sei ein Elfentanzplatz, wir könnten ihn auch gerne nutzen, aber bitte kein Gebäude draufsetzen.

Ich trinke meinen Tee aus und muß schmunzeln bei dem Gedanken, wie der eine oder andere Leser nun die Stirn runzelt, bei der Vorstellung, den Platz im Dialog mit der Natur zur gestalten. Doch es war so, besucht uns und überzeugt euch! Heute habe ich den ganzen Tag frei, es wird warm werden, und ich sitze schon am Morgen hier, um von Sommerland zu berichten. Eine gute Zeit, um das Kapitel von den Anfängen zu schreiben, von unserer Ankunft auf dem Platz.

Es war eine spannende Begegnung: der alte Platz und seine junge Braut, fast wie Flitterwochen. Der Platz, das Tal, war natürlich viel älter als unsere Menschengruppe. Wir waren acht Menschen und erst seit eineinhalb Jahren zusammen. Der Platz hatte seit Jahren wenig Kontakt mit Menschen gehabt. Die früheren Besitzer waren weggezogen. Und die Zeit der landwirtschaftlichen Nutzung lag noch viel länger zurück.

Wir hatten uns intensiv vorbereitet. Wir hatten den ersten Visionsentwurf gemeinsam bearbeitet und uns konzeptionell zusammengerauft. Wir hatten einiges an gemeinschaftsfördernden Prozessen und Erfahrungen miteinander erlebt. Wir hatten eine Genossenschaft gegründet, um den Platz gemeinsam zu erwerben. Wir waren zusammen gewandert, hatten Rituale zusammen entwickelt und waren theoretisch in die Gedanken der Tiefenökologie eingestiegen. Wir hatten auch schon in Baumzeremonien und anderen Verfahren geübt, mit der nichtmenschlichen Mitwelt zu kommunizieren.

Es war Juni als wir ankamen. Vier von uns konnten gleich dableiben, die anderen vier hatten bis Oktober Zeit und würden dann erst zu Jul einziehen. Wir bauten Zelte auf und lagerten zehn Tage wie flüchtige Besucher auf dem Platz. In der Zeit entstand der aktuelle Aufbauplan noch einmal neu." ...

Textauszug - Die Kinder und ihr Leben

"Die Kinder, die das wollen, können auch im Kinderhaus zusammen wohnen. Die Sommerlandpädagogik fußt im wesentlichen auf Summerhill, indianischen Lehren und der modernen Tiefenökologie. Unsere Kinder haben von klein auf Kontakt zur Natur, der nicht von Erwachsenen geregelt wird. Und unsere Grundschule ist nicht in die herkömmlichen Schulklassen unterteilt. Die erste bis vierte Klasse lernen zusammen, die Kleineren lernen von den Größeren. Der Unterricht ist sehr erlebnisorientiert und neben unseren beiden Lehrern sind fast alle im Dorf mal dort oder die Schule bei ihnen, um die Arbeiten und Fertigkeiten der Erwachsenen kennenzulernen. Unbegleitetes Spielen und begleitete Abenteuertouren gehören fest in den Unterricht. Schreiben, Lesen und Rechnen sind keine Extrafächer, sie werden meistens nebenbei während bestimmter Abenteuer erlernt.

Die Zehn- und Elfjährigen (die Großen) haben einen Extraverband. Sie gehen zur Sommerlandbasisschule. Diese haben wir als Zusatzschule eingerichtet, solange wir noch keine eigene weiterführende Schule haben. In der Basisschule geht es dann richtig um Wissen und Fertigkeiten, dann wenn die Kinder statt spielen auch etwas können wollen, geben wir ihnen Wissen und Anleitung zum praktischen Tun. Ungefähr ein Drittel ist dort Theorieunterricht, ein Drittel handwerklicher oder künstlerischer Natur und ein Drittel ist lernen in und von der Natur. Attach:GandalfLipinsikiSommerland_Thome.jpg Δ

Frühestens mit 12 spätestens mit 14 können sie vom Kinder- ins Jugendhaus umziehen. Für die 12 bis 14jährigen findet dort schulbegleitend die Initiationsgruppe statt. Dort nehmen sie bewußt Abschied von der Kindheit und werden von den Erwachsenen auf das Erwachsenenleben vorbereitet. Mädchen lernen von Frauen und Jungen lernen von Männern. Sie wissen, nach der Initiationsfeier kommen Pflichten und Aufgaben als Erwachsene auf sie zu. Jeder und Jede lernt einen Bereich im Dorf kennen, indem sie ab 15 regelmäßig mitarbeiten wird. Dann ist es endlich soweit. Alle die bis Lithe 15 geworden sind, werden am Sommerfest nach längerem Initiationsritual (wo sie unter anderem rituelles Fasten, Schweigen und Visionssuche erlernt haben) in den Bund der Frauen oder den Bund der Männer von Sommerland aufgenommen. Die anderen kommen dann halt nächstes Jahr dran." ...

Textauszug - Die Gestaltung der Gemeinschaft

"SOC ist unser neunter Bereich und eigentlich auch kein eigener Arbeitsbereich, eher eine Art Wächtergremium oder Ältestenrat. SOC heißt "Spirit of Convergenz" und ist ein Bund von derzeit neun Frauen und Männern von Sommerland, deren Aufgabe es ist, die Gemeinschaft spirituell und rituell zu begleiten und darauf zu achten, das bei allen Aktivitäten, Sorgen und Freuden und Herausforderungen des Alltags die großen Sinnlinien und Zielgestalten von Sommerland nicht aus dem Blick geraten. Sie sind sogar zu einer gewissen Abgehobenheit verpflichtet und sollten nicht als Koordinatoren oder in ähnlichen Funktionen im Mittelpunkt des täglichen Managements stehen. Ihre Funktionen in Sommerland können vage mit den alten Funktionen von Priesterinnen oder Schamanen verglichen werden, mit dem Unterschied, daß wir eben keine zentralisierte Glaubensgemeinschaft sind, wo alle aus der gleichen Tradition kommen.

Die Aufgaben des SOC gliedern sich im Wesentlichen in fünf Bereiche :

1. Die Gestaltung der Rituale für die Gemeinschaft. Das sind in erster Linie die Jahresfeste, die Initiations-, und Übergangsriten. Darüberhinaus gelegentlich auch Mondfeste, Visionssuchen und andere Zeremonien.

2. Ritualforschung und das Rad von Konvergenz. Hier geht es um das Offenhalten des Kontaktes zu den verschiedenen Traditionen, die Balance zwischen ihnen, die praktische Erprobung ritueller Details, sowie die vergleichende Erfahrung mit verschiedenen Systemen.

3. Die Ausbildung derer, die sich auch für diesen Bereich kompetent machen wollen. So wird zum Beispiel eine Jahresgruppe innerhalb des Konvergenztrainings von einer Frau und einem Mann aus dem SOC begleitet.

4. Die Unterhaltung eines Ritual-Service-Angebotes nach außen. Der SOC betreibt die Firma Rat und Tat, einen Service für persönliche, gemeinschaftliche und jahreszeitliche Übergangsriten und Zeremonien, für spirituelle und transkonfessionelle Rückbindung (dieser Dienst wird sowohl von der Nachbarschaft als auch in entfernten Städten gerne und immer häufiger in Anspruch genommen).

5. Die fünfte Aufgabe des SOC ist seine sensibelste Funktion für die Sommerlandgemeinschaft. Er ist der Hüter des Weges. Das heißt im Sinne des Geistes des Gründungsmanifestes von Sommerland hütete er die Flamme der Vision. Er achtet also darauf, daß die Gemeinschaft nicht blind vom Tagesgeschehen den selbstgesteckten Weg verliert. Dazu hat er das Recht, gegen jeden Beschluß des Koordinationsrates und sogar des Gemeinschaftsplenums sein Veto einzulegen. ...Er darf sein Veto aber nur einstimmig einlegen und er darf dem Gemeinschaftsrat Vorschläge machen, aber keine eigenen Beschlüsse fällen. Und die Mitglieder des "Rates der Behüterinnen und Behüter" verzichten für die Zeit, in der sie in dieser Funktion sind, dafür auf ihr persönliches Stimmrecht in der Gemeinschaftsversammlung."

Soweit die ersten beiden Kapitel von insgesamt acht und ein paar kürzere Passagen aus den folgenden.

Die Entstehung von Sommerland und der Kontakt der ersten Pioniergruppe mit den Lebewesen des Platzes wird geschildert. Der Aufbau einer ganzheitlichen Gemeinschaftskultur, eingebettet in die Rhytmen der Natur, das Aufwachsen der Kinder und die rituelle Ebene beim Gemeinschaftsprozess werden ebenso reflektiert wie der ökonomische Aufbau der Siedlung, die inneren Entscheidungsstrukturen und die Einbettung des ganzen in die größeren geistigen und unterschwelligen Kulturbewegungen unserer Zeit. Dabei bleibt Sommerland keine poetische Vision sondern wird eine Einladung zur Mitarbeit. Naturreligiöses Bewußtsein, die moderne Tiefenökologie und der kulturell kreative Impuls zum Aufbau neuen Lebensgemeinschaften kommen zusammen und bilden ein ganzes, das nicht nur poetisch besungen sondern gelebt werden will.

Gandalf Lipinski
Februar 2004

Sommerland ist eine moderne Utopie. Wer mehr über diesen poetischen Entwurf und alternative Formen des Zusammenleben und Zusammenwohnens erfahren will, wende sich bitte an den Autor. << Traditionelles Wicca Die Ursprünge von Wicca heute | Liste Nach Autoren | Grünen Bundesvorstand Erklärung 1985 >>

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